Lübben Als völlig unverständlich
empfindet auch Sylvia Lehmann (SPD) die Entscheidung, den bisher geteilten
Arbeitsmarkt im Landkreis Dahme-Spreewald künftig ganz dem Agenturbezirk
Cottbus zuzuordnen. Wie Landkreis-Verwaltung und CDU-Kreisverband hatte auch
die Landtagsabgeordnete eine Zuordnung zu Potsdam favorisiert.
In ihrer Einschätzung der Entscheidung geht sie allerdings einen
Schritt weiter. Sie sieht sie als Vorzeichen für die Zuordnung von
Dahme-Spreewald in einer künftigen Kreisgebietsreform.
Es sei keine Frage mehr ob, sondern nur noch wann diese kommt, so Sylvia
Lehmann. „Die Entscheidung zeigt, dass der Landkreis eher dem Cottbuser Raum
zugeordnet wird“, sagt sie und warnt: „Wir müssen aufpassen, dass wir dann
nicht vom wirtschaftsstarken Berliner Raum abgekoppelt werden.“ Auch vor diesem
Hintergrund sei sie von der Entscheidung „sehr enttäuscht“.
Was eine Kreisgebietsreform angehe, gelte der Grundgedanke, strukturstarke mit
–schwachen Regionen zu koppeln, aus der Reform von 2004 weiter. „Wir müssen
solidarisch bleiben“, so Lehmann. „Aber wir brauchen auch die Verbindung zum
starken Wirtschaftsraum, sonst ist weder den strukturstarken noch den
schwächeren Regionen gedient.“ Die Landtags- und LDS-Kreistagsabgeordnete
fordert: „Wir müssen uns in diesen Prozess jetzt aktiv einbringen, müssen
wissen, was wir wollen und Mehrheiten schaffen. Das hat dieses Beispiel
gezeigt.“