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Zum Jubiläum gerüstet für die
Zukunft
Golßener Floriansjünger begehen 110-jähriges Bestehen
ihrer Wehr
Golßen
"Auf euch ist immer Verlass!" Kurz und prägnant hat Golßens
Bürgermeister Lars Kolan (SPD) die Wertschätzung für die Feuerwehrleute auf den
Punkt gebracht. Zur Geburtstags-Feierstunde im Gerätehaus hatten sich
zahlreiche Gratulanten eingefunden.
Die
Feuerwehr der polnischen Partnergemeinde Siedlec überbrachte Glückwünsche zum
Jubiläum. Foto: Keilbach/bkh1
Darunter
Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes und eine Abordnung der Feuerwehr aus der
polnischen Partnergemeinde Siedlec.
Die
Feuerwehrleute seien stets zur Stelle, "und das täglich 24 Stunden im
Ehrenamt", brachte die Landtagsabgeordnete Sylvia Lehmann (SPD) ihre
Anerkennung zum Ausdruck. Besonders würdigte sie, dass es den Golßenern gelang,
ihre Wehr von acht Aktiven im Jahr 1990 auf jetzt 39 aktive Kameraden
auszubauen. Die engagierte Nachwuchsgewinnung sei beeindruckend, Sylvia
Lehmann.
Es zeichne
die Golßener Feuerwehrleute aus, dass sie sich für die Zukunft der Feuerwehr
sehr stark engagierten, erklärte LDS-Sozialdezernent Carsten Saß. "Sie
tragen dazu bei, dass der Feuerwehrmann für Kinder immer noch ein Wunschberuf
ist", so Saß. Das 110-jährige Bestehen der Feuerwehr wäre nicht zu feiern,
wenn die Werte und Traditionen nicht von den Generationen weiter getragen worden
wären, rückte Amtsdirektorin Ursula Schadow(CDU) die Beständigkeit in den
Fokus.
Mit Stolz
blickten Ortswehrführer Roland Golze und Brandschutzfachwirtin Stefanie Brost
auf die lange und wechselvolle Geschichte der Wehr zurück. Ein wichtiger Punkt
ist darin das Engagement für die Zukunft der Wehr. So gibt es seit 2002 wieder
eine Jugendfeuerwehr. Als die Mitgliederzahl fünf Jahre später stark
zurückging, suchten und fanden die Kameraden eine Lösung. Sie gründeten eine
Kidswehr. Anfangs ängstlich und Nicht-Feuerwehrfrau sei sie gewesen, erinnerte
sich Stefanie Brost. "Doch was dann in der Golßener Kids- und Jugendwehr
passierte, hatten wir nicht einmal zu träumen gewagt", resümierte sie.
Jetzt gebe es eine Warteliste und seit zwei Jahren wechselten die 18-Jährigen
wieder in die aktive Abteilung. Zudem entstand 2010 nach langer Pause wieder
eine Frauenabteilung in der Wehr.
Birgit
Keilbach/bkh
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